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Die Kleinen und der Drei-Eine

Dreifaltigkeitskirche: Das Kuppelkreuz mit dem Zeichen der Heiligen Dreifaltigkeit

"... mit den Kleinen habe ich meine Freude..."

"Bleibe nur klein, Maria Anna! Bleibe nur klein! Verlange das Kleinste zu sein unter allen Menschen. Je kleiner, desto lieber! Den Kleinen offenbare ich mich, mit den Kleinen habe ich meine Freude, die Kleinen lasse ich zu mir kommen, mit ihnen verkehre ich gern." (Nock S. 86)

Wie schwer tun wir Christen uns, von dem Wunder der Heiligsten Dreifaltigkeit ein passendes Zeugnis zu geben, sowohl jeder vor sich und für sich selbst - als auch vor den Mitmenschen. Wie können denn Schöpfer und Geschöpf miteinander auskommen? Mann und Frau sollen im Bild des Allmächtigen geschaffen sein (Genesis 1,26-31)? Wie viele Jahrhunderte müssten wir da erst einmal theologisch spekulieren? Aber da ist auch ein mehr erfahrungsmäßiger Weg, aus täglichen praktischen Schritten: die Lindmayrin hat uns über der Dreifaltigkeitskirche das goldene Dreieck aufgerichtet und schenkt uns aus ihrem Herzen den Rat Christi: 'bleibe klein...' (vergleiche Matthäus 11,25-30 oder Johannes 13,1-20).

Sie war klein, und erst in ihrer eigenen gelebten Demut erkennt sie den Sohn Gottes in seiner Demut vor dem Vater. Sie war klein, und gerade in ihrem bedingungslosen Gehorsam gegenüber ihrem Beichtvater erlebt sie, wie damit nicht alles dunkel wird und die persönliche Freiheit verkümmert, sondern wie der Heilige Geist ihr den Vater und Sohn in einem neuen Licht aufleuchten lässt. Gerade daran eröffnet sich ihr das Wunder der Heiligsten Dreifaltigkeit.

Wir sollen im Lindmayr-Freundeskreis schon darüber nachdenken, was unsere Lindmayrin mit der Dreifaltigkeitskirche und mit den Symbolen wie Kreuz und Dreieck oder mit ihren Aufzeichnungen uns vor Augen gesetzt hat. Das Nachdenken öffnet unsere Herzen gewiss für zukünftige Herausforderungen: die materielle Unterstützung der Vereinsaufgaben, noch mehr aber ein geistliches Ringen, um frei zu sein von Egoismen und Überheblichkeit. Erleben können wir das alles wohl erst, wenn wir die Lindmayrin mutig bitten, uns mit dem 'Klein-werden' zu helfen.