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Maria Anna Lindmayr (24.09.1657 – 06.12.1726)

Geboren am 24. September 1657 im Herzen Münchens wird Maria Anna Lindmayr direkt am Tag ihrer Geburt unter dem Alten Peter getauft. Als Ältestes Kind wird sie nach dem Tod der Eltern mit 36 Jahren zur 14-fachen Mutter. In der Nachbarschaft wird sie als kompetente Hausfrau, die sowohl bei leiblichem als auch bei seelischem Weh hilfsbereit ist, geschätzt.

Sie selbst sieht in ihrer Geburt am Fest „ Maria vom Loskauf der Gefangenen“ eine beglückende Fügung Gottes, ihr Leben aufzuopfern „[...] für die Kirche, für die Bekehrung der Ungläubigen und Sünder, insonderheit aber für die Befreiung der armen Seelen“ (Nock OSB S.1)

Ihr Arbeiten verbindet sie mit Beten vor dem dreifaltigen Gott. Viele Jahre erfüllt sie sowohl mit der verborgenen Mystik der Armen Seelen wie auch mit öffentlichen Interventionen bei politischen und militärischen Autoritäten. So erreicht sie 1704 bei der Entscheidungsschlacht des spanischen Erbfolgekrieges das Gelöbnis der 3 Stände Münchens und ab 1711 dessen Durchführung mit der Grundsteinlegung für die Dreifaltigkeitskirche und den angrenzenden Karmel.

Am Höhepunkt ihres Ansehens verlässt Maria Anna Lindmayr die Öffentlichkeit. Als Schwester 'Josepha a Jesu' lebt sie im stillen Kloster nach Art der Eremiten vom Berge Karmel, ganz der Anbetung Gottes. 1726 stirbt sie, ist aber seitdem noch mehr als früher Vorbild und Helferin für alle, die Gott suchen.

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